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Ostböhmen

Der nördliche Verlauf der tschechischen Staatsgrenze wird von ereignisreichen Geschichten geprägt. Verschwundene Dörfer, verborgene Schätze der Sudeten und spannende Heeresgeschichte. Vieles davon ist nur auf alten Postkarten erhalten geblieben und vieles davon ist ganz in Vergessenheit geraten. Der Landstrich unterhalb des Glatzer Schneebergs (Králický Sněžník) hat jedoch einen Besuchermagneten, der bis heute nichts von seiner monumentalen Gestalt eingebüßt hat. Das Kloster auf der Anhöhe Hora Matký Boží ist zwar ein uraltes Wahrzeichen dieser Region, es war jedoch Schauplatz eines wichtigen Ereignisses aus der jüngeren Geschichte. Und dies ist auf jeden Fall einen Ausflug wert!

29 km | 4 Stunden | Aktiv, Adrenalin

Ein Kloster – fünfhundert Geschichten

Beschreibung der Route :

„Start ist direkt in Dolní Morava, das durch den Baumwipfelpfad und den Besucheransturm im Sommer bekannt ist. Kein Angst, Sie brauchen nur ein paar Mal in die Pedale zu treten und Sie lassen den Touristentrubel weit hinter sich. Der Zivilisation zu entfliehen, ist jedoch etwas anstrengend. Sie nehmen nämlich einen steilen, asphaltierten Waldweg, der sich mit furchterregender Steigung bis auf den Bergrücken des Klepáč windet. Dieser grenzt die zweite Seite des Glatzer Tales ein und liegt direkt gegenüber der Erhebung Slamník mit zahlreichen Touristenattrak­tionen. Verschnaufen können Sie erst auf dem traversierenden Schotterweg zum Puchača-Bergsattel. Und dort beginnt die Fahrt durchs Gelände erst richtig, denn es folgen technisch anspruchsvolle Abschnitte auf einem Waldweg, der sich bis zum Gipfel des knapp tausendzweihundert Meter hohen Berges Klepáč windet. Spätestens dort würden wir Ihnen unbedingt eine Verschnaufpause empfehlen. Der fünfundzwanzig Meter hohe hölzerne Aussichtsturm ist es wert, erklommen zu werden, da er Ihnen genauso schöne Ausblicke wie der gigantische Aussichtsturm auf dem gegenüberliegenden Berg anbietet – vor allem die sanft hügeligen Bergwiesen mit alten Gehöften auf polnischer Seite sind eine Augenweide. Und obendrein erfahren Sie einen interessanten Fakt. Nicht umsonst nennen die Polen diese Erhebung Trojmorski wierch, denn – wie alle, die ein wenig Polnisch sprechen, bereits ahnen – münden die an seinen Hängen entspringenden Wasserläufe in drei Meere – das Schwarze Meer, die Ostsee und die Nordsee. Die Abfahrt vom Berg Klepáč war ein ganz besonderes Erlebnis, doch die Sturmschäden der vergangenen Jahre haben dem Weg einiges an Attraktivität geraubt. Hinter der Gemeinde Horní Morava halten Sie sich strategisch auf dem abfallenden Bergkamm, wobei der Waldweg stellenweise etwas holprig wird. Dann verlassen Sie endlich den Wald und können deinen atemberaubenden Ausblick genießen. Sie erreichen nämlich eine Stelle mit weitläufigen Bergwiesen, hoch über dem Tal, völlig abgeschieden, wobei Ihnen wahrscheinlich nur eine weidende Kuhherde Gesellschaft leisten wird. Dazu fällt uns das Zitat aus einer berühmten tschechischen Komödie ein: „Das ist kein Land, das ist ein Garten!“ Am Horizont sehen Sie auch schon Ihr Ziel … Die lange Abfahrt über Wiesen ins Tal hinunter ist die perfekte Belohnung zum Schluss. Dann kommen Sie ins Tal zur Gemeinde Prostřední Lipka. Und wie geht es weiter? Es genügt, einen kurzen Abschnitt auf der Straße zurückzulegen und Sie kommen zur nächsten Sehenswürdigkeit. Direkt an der Straße begegnet Ihnen zunächst der Betonbunker der Infanterie K-S 14 U Cihelny, eines der zahlreichen Objekte der fast vollständig fertiggestellten tschechoslowa­kischen Grenzbefestigung in der Glatzer Region, und gleich dahinter das Heeresmuseum (Vojenské muzeum). Beide sind einen Besuch wert, genauso wie der anschließende Lehrpfad, auf welchem Sie den Ihren Weg fortsetzen. Dieser ist mit Infotafeln mit interessanten Facts gespickt. Unterwegs können Sie sich weitere Objekte ansehen, die beschädigt wurden, als die deutschen Truppen hier ihre neuen Waffen testeten. Die mächtigen Einschusslöcher im Beton, verbogener Stahl und die Überreste der Geheimwaffe Röchling, die aus den Mauern des Bunkers Hůrka herausragen, sind wirklich eindrucksvoll. Die einmalige Geschichte der Befestigungsanlage in der Glatzer Region würde für einen weiteren interessanten Ausflug reichen, den wir Ihnen an dieser Stelle wirklich nur empfehlen können. Doch an diesem Tag haben Sie ja bereits ein Ziel vor Augen. Und wenn Sie von den Bunkern hinauf blicken, dann werden Sie erkennen, dass dieses Ziel kein leichtes ist. Das Kloster auf der Anhöhe Hora Matky Boží erhebt sich oberhalb der Gemeinde Králíky fast wie die Annapurna im Himalaya. Die Silhouette des Klosters auf dem mächtigen Hügel wird Ihre Blicke wie ein Magnet anziehen, egal wo Sie gerade stehen werden. Ursprünglich hieß der fast achthundert Meter hohe Hügel Lysá Hora (Kahlberg). Doch nach der Fertigstellung des monumentalen Klosters im Jahr 1700, begannen ihn die Einwohner Hora Matky Boží (Muttergottesberg) zu nennen. Der Wallfahrtsort erlangte schnell großer Berühmtheit, und im Jahr 1728 pilgerten fast 150 000 Gläubige hierher. Doch die kirchliche Geschichte dieser barocken Perle unterhalb des Glatzer Schneebergs ist nicht der interessanteste Aspekt … Die Steigung auf den Hügel ist lang, und so können wir in die jüngere Geschichte abschweifen, als das Kloster seine bewegendsten Momente erlebte. Im Frühjahr 1950 ließ die regierende kommunistische Partei die Operation „Akce K“ in die Wege leiten. Der vielbesuchte Wallfahrtsort wurde gesperrt, mit Stacheldraht umzäunt und über Nacht wurden hier zweihundert Ordensbrüder aus der gesamten Tschechoslowakei interniert. Ihren „falschen“ Glauben wollte man ihnen mit Zwangsarbeit wieder austreiben. Unter unmenschlichen Bedingungen wurden im hiesigen Internierungslager bis 1961 fünfhundert Mönche gefangen gehalten – ein Kloster, fünfhundert unglückliche Lebensgeschichten. Langsam nähern Sie sich dem weitläufigen Klosterareal. Erhabene Rundungen, prunkvolle Anordnung und majestätischer Lage in der Landschaft. Mit jedem Zentimeter hinterlässt das Kloster einen bleibenden Eindruck bei den Besuchern. Doch dieser wird noch beim Besuch des Denkmals für die Opfer des Internierungslagers verstärkt, das sich direkt im Areal des Klosters befindet, das heute wieder als Wallfahrtsort dient. Ein emotionales Erlebnis. Die Besichtigung der verlassenen Klosterräumlichke­iten setzt Ihrem heutigen Ausflug die ehrenhafte und verdiente Krone auf.“

Route

Docela přehledná trasa, na kterou bychom si troufli i s obyčejnou papírovou mapou.

Art der Aktivität

Mountainbikes

Zielgruppen

Aktiv , Adrenalin


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Wetter im Landkreis :

Horní Morava

14° Luftfeuchtigkeit : 54%
Bewölkung : 74%
Wind : (W) 9km/h
broken clouds
Sonntag 14° 12°
Montag
Dienstag
Mittwoch
Online-Kamera :
Online Camera

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